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Jeder Tag zählt - bürgerschaftliches Engagement in Arnsberg

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Das ist Japan: Mehr als 25 Prozent der Bevölkerung ist über 65 Jahre alt - der demografische Wandel lässt sich nicht aufhalten. Immer mehr Menschen erkranken dabei an Alzheimer-Demenz - der heimtückischen "Krankheit des Vergessens".

Wollten Sie gerade aufatmen? Weit verfehlt!
Denn in Europa ist es genauso - auch in Deutschland.







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Arnsberg schaut über den Tellerrand - bringt Generationen zusammen und lässt seine alternde Gesellschaft nicht allein. Zahlreiche Menschen engagieren sich bürgerschaftlich und sind für alte und/oder kranke Menschen da. Das ist sogar den Japanern aufgefallen!
Und so begeben sie sich auf die Reise ins weit entfernte Europa, um sich inspirieren zu lassen. 

Dr. Daisuke Watanabe (v.li.), Mr. Yasuyuki Shirakawa und Mr. Shinichi Ogami bilden die japanische Delegation, die im Auftrag des International Longevity Center-Japan samt der Dolmetscherin Keiko Yoshida das beschauliche Arnsberg besucht.

Hier möchten sie mehr über das bürgerschaftliche Engagement und seine Akteure erfahren - insbesondere, welche Struktur dahinter steckt.

Drei Tage lang werden sie durch die Fachstelle "Zukunft Alter" zu den verschiedensten Menschen in Arnsberg begleitet. Sie lernen sie kennen, führen Interviews und ja - haben auch viel Spaß.





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- Förderung des aktiven Alterns,
- Ermöglichung des lebensbegleitenden Lernens,
- Unterstützung von bürgerschaftlichem Engagement im Alter,
- Gesundheitsförderung,
- Berücksichtigung der Bedürfnisse älterer Menschen in der städtischen Entwicklung,
- Förderung der Chancengleichheit, 
- Anregung von Kooperationen zwischen verschiedenen Partnern und Förderung der Solidarität und Zusammenarbeit zwischen den Generationen.

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Kernziele: 

- Die Stimme von Menschen mit Demenz hörbar machen!
- Ihre Teilhabe am Leben in der Kommune und der Gesellschaft ermöglichen!
- Die Öffentlichkeit, die Medien, die Kulturschaffenden, Industrie, Handel und Handwerk und besonders auch die Politiker sensibilisieren und zum Handeln bewegen!

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10 Module hat Initiatorin Sonja Steinbock aus dem Demenz-Servicezentrum Münsterland und der Alzheimer Gesellschaft Warendorf vorbereitet - eben so, als führe sie das Projekt KIDZELN mit Kindern durch.

Die japanische Delegation kommt in den Genuss, die Spielmodulreihe auf praktischem Wege kennen zu lernen.

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Die Ziele des Projekts KIDZELN liegen klar auf der Hand:

Möglichst einfach und spielerisch werden bereits kleine Kinder für das Thema "Alzheimer-Demenz" sensibilisiert.

Auf diese Art und Weise sollen gewisse "Berührungsängste" beseitigt und das Verständnis für bestimmte Situationen geschärft werden.

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Was ist das Gehirn? Was macht es? Und was passiert mit Omis Gehirnzellen, wenn sie an Alzheimer-Demenz leidet?

In kindgerechtem Stil wird innerhalb der Spielmodulreihe genau auf diese Fragen eine Antwort gegeben.

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In Japan wird das Thema in Schulen und Universitäten durch genommen - nicht jedoch in Kindergärten.

Umso faszinierter zeigt sich die japanische Delegation, als Sonja Steinbock anhand der Spielmodule erklärt, wie die Kinder auf diese Herangehensweise reagieren.

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Vertrauen. Nähe. Persönlichkeit!

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Rita Futterknecht (v.li.), Gabriele Luhmann und Ingeborg Meyer haben an einem Seminar der Engagementförderung Arnsberg teilgenommen, um ihr Ehrenamt "von der Pike auf" richtig zu machen.

Rita hat schon früher ihre Eltern gepflegt, so dass sie auch heute gerne das Projekt "Zuhören. Verstehen. Begleiten." betreut. Gabriele liebt das Kartenspielen - da bietet es sich geradezu an, dass sie jetzt mit älteren Menschen Karten spielt. Ingeborg mag Literatur - anspruchsvolle Literatur. Daher genießt sie ihr philosophisches Erzähl-Café mit älteren Frauen.

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Wie sollte es anders sein? Natürlich gibt es in der Mittagspause ein leichtes Fingerfood: Sushi! 

Auch wenn die beeindruckenden Gespräche kein Ende finden, so lassen es sich dennoch alle Beteiligten und Gäste schmecken.

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Die REHA-Sportstunde in der Altenhilfeeinrichtung "Ernst-Wilm-Haus" ist eine willkommene Abwechslung für die Bewohner des Pflegezentrums. 

Denn hier können sie mit Musik und viel Spaß ihren Körper fordern - Bewegung bringt den Kreislauf wie auch die Muskeln in Schwung.

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Beim gemeinsamen REHA Sport gibt es keine sprachlichen Barrieren!

Mr. Watanabe ist mittendrin und beschäftigt sich gerne mit den Senioren.

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Mr. Watanabe bedankt sich, dass er an der REHA Sportstunde teilnehmen durfte. Für die japanische Studie möchte er wissen: "Ist Ihre Arbeit ehrenamtlich?"

"Vereinsarbeit ist größtenteils ehrenamtlich - bei diesem Thema gehört ein gewisses persönliches Interesse dazu, den Menschen etwas Gutes zu wollen", antwortet Renate.

Sie macht es gerne - möchte die Menschen unterhalten, sie aus der Isolation herausholen und gleichzeitig ein wenig trainieren.

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"Renate Maiworm hatte die Ausbildung zur REHA-Trainerin mit Spezialisierung auf Menschen mit Demenz", so Schüttler. "Unsere Menschen können ja nicht in den Sportverein gehen - also kommt Renate zu uns!"

So habe es das Angebot vorher im Sauerland noch nicht gegeben. Auch müsse ein Verein für so etwas offen sein - sonst funktioniere das nicht.

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Innerhalb der Reha-Sportstunde gibt es keine Alzheimer-Demenz oder sonstige Beeinträchtigungen.

In dieser Zeit sind alle Senioren gleich - singen, bewegen sich und haben Spaß.

Genießen gemeinsam!


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Auch in Japan gibt es Aufklärungskampagnen - seit 2005 läuft ein Seminar, an dem bisher bereits 5,5 Millionen Japaner teilgenommen haben. Mr. Shirakawa fragt daher, ob es so etwas auch in Deutschland gibt.

In ganz NRW sind Demenz-Servicezentren vertreten:
http://www.demenz-service-nrw.de/demenz-servicezentren.html

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Theresa Langesberg, Erzieherin in der AWO-Kita, hat die KIDZELN-Schulung besucht und wendet ihre Kenntnisse in der Praxis an. Die Kita pflegt seit Jahren regelmäßige Beziehungen zu den Gästen der Tagespflege.

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Heute begleitet die Märchenerzählerin Elke Wirth das Treffen der Generationen - die japanische Delegation wird Teil eines besonderen Highlights!

Nach der herzlichen Begrüßung versammeln sich die Kinder der AWO-Kita in der Mitte des Kreises. Auch eine Gebärdensprachlerin ist dabei - sie übersetzt das Märchen für einen kleinen Jungen, der sein Gehör verloren hat.

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Wie es sich für eine echte Frau Holle gehört, haben die Kids der AWO-Kita natürlich auch Kissen dabei.

Zusammen mit den Gästen der Tagespflege und der japanischen Delegation schlagen sie sie aus!

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Mr. Shirakawa resümiert seine Eindrücke beim Treffen der Generationen - die Begegnungen seien substantieller als in Japan. 

In Arnsberg werden Humor und Spaß eingesetzt, um Beziehungen zwischen Jung und Alt aufzubauen.

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Die japanische Delegation möchte gerne wissen, wie die Kooperation zwischen der AWO-Kita und der Caritas Tagespflege angefangen hat. 

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Gemeinsam mit seiner Ehefrau Anni besucht er unter anderem ein Mal im Monat ein Altenwohnheim, um zusammen mit an Alzheimer-Demenz erkrankten Menschen "Tanzmusik" zu genießen.

Zudem ist er Redakteur und Layouter der SICHT - das GenerationenMagazin der Stadt Arnsberg: 
http://www.arnsberg.de/zukunft-alter/sicht.pdf

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Die KNEIPP-Trainerin, Eva Wünsche, des KNEIPP-Vereins Neheim-Hüsten und Vorsitzende des NRW Landesverbandes hat die Multiplikatoren-Schulung "Demenz Mentorin nach KNEIPP" entwickelt und bietet nun zusammen mit dem KNEIPP-Bildungswerk NRW Seminare für bürgerschaftlich engagierte Menschen an.

Gelehrt wird das "Kneippsche Gesundheitskonzept zur Steigerung der Lebensqualität im Alter". 

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Heute zeigt sie der japanischen Delegation, was hinter KNEIPP steht und erklärt, wie durch "das Spiel mit Wasser" die Lebensqualität erhöht werden kann.

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Die Kita „Entenhausen“ aus Bruchhausen ist ein vom Landessportbund anerkannter Bewegungskindergarten.

Zusammen mit Eva Wünsche zeigen die Kinder, wie KNEIPP in der Praxis aussieht!

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"It's cold?"

Auf die Frage hat Mr. Watanabe nur eine Antwort: "Cold?, Yes. Very cold!"


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Mr. Shirakawa führt uns kurzerhand in die japanische Kampfkunst "Aikidó"   (auf Japanisch: 合気道) ein und erklärt den Begriff:

Ai „Harmonie“, Ki „Lebensenergie“, „universelle Energie“,  „Lebensweg“

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Auf, auf zur Arnsberger Schlossruine - hinweg über den Steinweg, vorbei am  Maximilianbrunnen bis zum Glockenturm.

Und weiter ...

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Die Zeit ist knapp - daher lässt es sich die japanische Delegation auch nicht nehmen, den Schlossberg am letzten Tag ihres Besuches in Arnsberg noch einmal zu erklimmen.

Am Nachmittag, nachdem die Akteure Arnsbergs besucht sind, genießen sie die Aussicht ausgiebig!

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Die japanische Delegation weiß noch nicht, dass sie gleich mittendrin statt nur dabei sein wird!

Denn die Jugendlichen werden sie in ihren Bann ziehen ...


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"Ich habe das JBZ früher selbst besucht und dort mit dem Zaubern angefangen. Heute verdiene ich mit der Zauberei mein Geld und biete sie teilweise auch ehrenamtlich an.", so Christian Bach (li.).

Zusammen mit ein paar Jugendlichen studierte er einen Sketsch ein und bereicherte diesen mit einem charmanten Zauber.

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Humor verbindet Jung und Alt!

Lachen ist nicht nur gesund, sondern verbindet auch Generationen.

Die "Klinik-Clowns" des Kinder- und Jugendzirkus "Fantastello" zeigen es!

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"Das ist die Generation, die dafür gesorgt hat, dass es uns heute gut geht!"

Bereits seit über acht Jahren besucht er mit dem Kinderzirkus "Fantastello" die Menschen in Altenpflegeeinrichtungen, um ihnen einfach ein wenig Zeit zu schenken.

Warum? Das beantwortet er innerhalb des Interviews mit einem herzergreifenden Beispiel!


 


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In einer großen Runde treffen sich Karl Keßler, 1. Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Arnsberg, Olaf Teuber, Verkehrsmanager bei der RLG sowie zahlreiche ehrenamtliche Busbegleiter mit der japanischen Delegation, um ihr Projekt vorzustellen.

Weitere Infos: http://www.arnsberg.de/seniorenbeirat/PM_Busbegleiter_9.10.2013.pdf


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Zwei Mal in der Woche findet im Ortsteil Neheim ein Markt statt. Diese Tage haben sich die Busbegleiter ausgeguckt, um ältere Menschen auf einer bestimmten Buslinie von A nach B zu begleiten.
Es gibt zwei Wohngebiete, die von den zentralen "Shopping-Zonen" abgeschnitten sind - genau hier werden die Busbegleiter aktiv. 

"Wir bekommen ein Danke zurück - das beflügelt!"



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In Japan gibt es viele private Busunternehmen, die überwiegend an den Profit denken.

Mr. Shirakawa erzählt, dass die älteren Menschen dort oftmals noch bis ins hohe Alter mit dem Auto fahren müssen - auch über die Autobahn.

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CaramunDi bietet für Menschen mit einer Demenzerkrankung und insbesondere deren Angehörige eine stundenweise Entlastung. Und das auch nachts oder am Wochenende.

Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben an einer umfassenden, praxisorientierten und von der Stiftung Wohlfahrtspflege des Landes NRW unterstützten Qualifizierungsmaßnahme teilgenommen.

Weitere Infos: http://www.caritas-arnsberg.de/beratung-hilfen/caramundi/caramundi

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Die japanische Delegation möchte wissen: "Warum haben Sie sich für ein niederschwelliges Angebot entschieden?"

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Gerds Vater benötigt im Grunde eine Vollzeit-Betreuung. Doch er und seine Frau sind beide berufstätig. 

Daher sind sie dankbar für das Rundumangebot der Caritas und nutzen es bereits seit mehr als zwei Jahren.

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Mr. Watanabe hat mittlerweile seine deutschen Sprachkenntnisse erweitert und stellt sich Hartmut Humpert und Silvia Kölber vom Hochsauerlandkreis persönlich vor ...

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Der demographische Wandel stellt insbesondere die Kommunen vor große Herausforderungen. Gleichzeitig bietet er aber auch Chancen und Möglichkeiten einer großen Bandbreite an Lösungsansätzen. Die Beratungsstelle "Besser leben im Alter" ist ein innovativer Baustein, um den vertrauten Lebensmittelpunkt lebenslang zu erhalten und "das Leben in
den eigenen vier Wänden" verantwortlich zu gestalten bzw. zu
ermöglichen. 

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Bei diesem Angebot handelt es sich um eine Beratung für Menschen, die z.B. aufgrund eines Unfalls nicht nach Hause können - vor Ort! Im Krankenhaus, in der Kurzzeitpflege oder auch in den eigenen vier Wänden:

- Beratung in pflegerischen, sozialen sowie hauswirtschaftlichen Anliegen, die es dem Betroffenen ermöglichen, in seiner eigenen Wohnung oder seinem Haus zu bleiben.
- Neutrale Aufzählung der am Wohnort zuständigen Dienste.
- Unterstützung bei Antragstellungen und in der Kostenübersicht.

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Die Kommunikation in NRW, insbesondere Arnsberg, läuft! Es steckt System hinter dem bürgerschaftlichen Engagement. 

So etwas erreicht man nicht von heute auf morgen. Die japanische Delegation hat sich sowohl in Dänemark wie auch in Deutschland inspirieren lassen und wird das Eine oder Andere mitnehmen.

Die Netzwerkarbeit ist dabei das A und O!


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"Japan schaut nach Europa. Wenn man den Menschen in Japan jetzt zeigt, wie es in Europa ist, ziehen sie vielleicht mit, was das Ehrenamt betrifft!", hofft Mr. Ogami (re.).

Mr. Ogami ist mit seinen zwei Top-Wissenschaftlern Mr. Shirakawa und Mr. Watanabe für das International Longevity Center (Japan) unterwegs - weltweit gibt es 17 Niederlassungen. Eine davon ist in München im Max-Planck-Institut!

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